Die Hauptuntersuchung (HU), umgangssprachlich auch „der TÜV“, ist für jeden Fahrzeughalter eine wiederkehrende Pflicht. Sie stellt sicher, dass Ihr Fahrzeug verkehrssicher ist und die gesetzlichen Vorschriften erfüllt. Doch für viele, insbesondere für Einsteiger, ist der Termin mit Unsicherheit verbunden. Eine durchgefallene Prüfung bedeutet nicht nur Ärger, sondern auch zusätzliche Kosten und Zeitaufwand.
Mit einer gezielten Vorbereitung können Sie dem jedoch gelassen entgegensehen. Unsere ultimative Checkliste hilft Ihnen dabei, Ihr Auto optimal auf die HU vorzubereiten, häufige Mängel selbst zu erkennen und die Prüfung souverän zu meistern.
Inhaltsverzeichnis
- Wann muss ich zum TÜV? Die Fristen im Überblick
- Was wird beim TÜV geprüft? Ein detaillierter Einblick
- Die ultimative TÜV-Checkliste: So bereiten Sie Ihr Auto optimal vor
- TÜV-relevante Mängel: Die häufigsten Gründe für eine Nachprüfung
- Welche Unterlagen für den TÜV? Diese Papiere müssen Sie mitbringen
- TÜV-Kosten und Dauer: Womit müssen Sie rechnen?
Wann muss ich zum TÜV? Die Fristen im Überblick
Die Fälligkeit der Hauptuntersuchung richtet sich nach dem Alter und der Art des Fahrzeugs. Die Prüfplakette auf Ihrem hinteren Kennzeichen verrät Ihnen den nächsten Termin: Die Zahl in der Mitte des Kreises steht für das Jahr und die Zahl, die oben steht, für den Monat.
- Neuwagen: Die erste HU ist nach 36 Monaten fällig.
- Gebrauchtwagen: Nach der Erstprüfung gilt ein Intervall von 24 Monaten.
Verpassen Sie die Frist um mehr als zwei Monate, droht nicht nur ein Bußgeld bei einer Polizeikontrolle, sondern die Prüforganisation ist auch zu einer „erweiterten HU“ verpflichtet, was mit höheren Kosten verbunden ist.
Was wird beim TÜV geprüft? Ein detaillierter Einblick
Bei der Hauptuntersuchung wird Ihr Fahrzeug auf Herz und Nieren geprüft. Der Prüfer kontrolliert alle sicherheitsrelevanten Bauteile und Systeme. Dazu gehören unter anderem:
- Bremsanlage: Funktion, Dichtigkeit und Zustand von Bremsscheiben, -belägen und -leitungen.
- Lenkung: Lenkspiel, Funktion der Servolenkung und Zustand der Lenkbauteile.
- Lichttechnische Einrichtungen: Funktion, Einstellung und Zustand aller Scheinwerfer und Leuchten.
- Fahrgestell und Karosserie: Prüfung auf Rost, Brüche oder andere Beschädigungen an tragenden Teilen.
- Räder und Reifen: Profiltiefe (mind. 1,6 mm), Reifengröße, Alter und eventuelle Beschädigungen.
Abgasanlage: Lautstärke, Dichtigkeit und die Einhaltung der Abgaswerte (Teil der Abgasuntersuchung, AU).
Die ultimative TÜV-Checkliste: So bereiten Sie Ihr Auto optimal vor
Viele Prüfpunkte können Sie vorab selbst kontrollieren. Nehmen Sie sich kurz Zeit für unsere TÜV-Checkliste, um Ihr Auto für den TÜV vorzubereiten und böse Überraschungen zu vermeiden.
- Beleuchtung prüfen:
- Funktionieren Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Warnblinker und Bremsleuchten? Bitten Sie eine zweite Person um Hilfe.
- Sind die Gläser der Scheinwerfer und Leuchten intakt?
- Reifen kontrollieren:
- Prüfen Sie die Profiltiefe. Der Gesetzgeber schreibt 1,6 mm vor, empfohlen werden mindestens 3 mm.
- Achten Sie auf Beulen, Risse oder andere Schäden am Reifen.
- Stimmt der Reifendruck?
- Bremsen testen:
- Führt das Fahrzeug bei einer Vollbremsung auf freier Strecke die Spur?
- Hören Sie quietschende oder schleifende Geräusche beim Bremsen?
- Flüssigkeitsstände prüfen:
- Sind Motoröl, Bremsflüssigkeit und Kühlmittel ausreichend vorhanden?
- Scheiben und Spiegel:
- Gibt es Steinschläge oder Risse in der Windschutzscheibe? Ein Steinschlag im Sichtfeld des Fahrers ist ein erheblicher Mangel.
- Sind alle Spiegel intakt und fest?
- Auspuffanlage:
- Ist der Auspuff dicht? Achten Sie auf ungewöhnlich laute Geräusche oder sichtbare Löcher.
- Warnsignale im Cockpit:
- Leuchtet eine Warnlampe nach dem Motorstart dauerhaft? Dies führt in der Regel zum Nichtbestehen der HU.
TÜV-relevante Mängel: Die häufigsten Gründe für eine Nachprüfung
Die offizielle TÜV relevante Mängel Liste zeigt, dass oft die gleichen Probleme zu einer negativen Bewertung führen. Dazu zählen vor allem:
- Mängel an der Beleuchtungsanlage
- Verschlissene oder defekte Bremsen
- Umweltbelastung durch Ölverlust am Motor oder Getriebe
- Zu geringe Reifenprofiltiefe
- Fehler in der Motorelektronik (angezeigt durch die Motorkontrollleuchte)
Welche Unterlagen für den TÜV? Diese Papiere müssen Sie mitbringen
Um die Frage „Was braucht man für den TÜV?“ schnell zu beantworten: Halten Sie am Prüfungstag unbedingt die folgenden Dokumente bereit:
- Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein)
- Falls das Fahrzeug nicht auf Sie zugelassen ist, eine Vollmacht des Halters
- Bei baulichen Veränderungen: Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder Prüfzeugnisse für die angebauten Teile
Sie haben Fragen rund um die Vorbereitung für den TÜV? Jakobi Mobility berät Sie gerne.
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TÜV-Kosten und Dauer: Womit müssen Sie rechnen?
Die TÜV Auto Kosten für eine Hauptuntersuchung (inklusive AU) liegen je nach Prüforganisation und Bundesland in der Regel zwischen 130 und 150 Euro. Die Frage „Wie lange dauert der TÜV?“ ist schnell beantwortet: Die reine Untersuchung dauert meist nicht länger als 30 Minuten. Planen Sie jedoch etwas Wartezeit mit ein.
Sicher ist sicher: Der Vorab-Check in der Werkstatt
Wenn Sie sich unsicher sind oder Mängel an Ihrem Fahrzeug vermuten, ist ein Vorab-Check in einer Fachwerkstatt die beste Lösung. Wir prüfen Ihr Fahrzeug auf alle TÜV-relevanten Punkte und beheben eventuelle Mängel nach Absprache mit Ihnen – so kommen Sie garantiert sicher durch die Hauptuntersuchung.
Sie möchten auf Nummer sicher gehen? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unsere Experten in den mehrfach ausgezeichneten Werkstätten von Jakobi Mobility stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und machen Ihr Fahrzeug fit für den TÜV.
Jakobi Mobility: Ihr Partner für sichere Mobilität
Egal, ob Sie ein neues Fahrzeug kaufen, ein älteres Modell nachrüsten oder Ihre bestehende Technik prüfen lassen wollen: Jakobi Mobility ist Ihr Ansprechpartner für alles rund um Sicherheit und Mobilität.
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FAQs: Warnleuchten im Auto
- Was braucht man für den TÜV an Unterlagen? Für die Hauptuntersuchung benötigen Sie zwingend die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein). Falls bauliche Veränderungen vorgenommen wurden, müssen auch die entsprechenden Prüfzeugnisse (ABE) vorgelegt werden.
- Was wird bei der Hauptuntersuchung alles geprüft? Bei der Hauptuntersuchung werden alle sicherheitsrelevanten Bauteile wie die Bremsanlage, Beleuchtung, Lenkung, das Fahrwerk, die Reifen sowie die Abgaswerte und die Funktion der Elektronik überprüft.
- Wie oft muss ein Auto zur Hauptuntersuchung? Ein Neuwagen muss nach drei Jahren zur ersten Hauptuntersuchung. Danach gilt für Pkw ein regelmäßiges Prüfintervall von 24 Monaten.
- Was passiert, wenn man die Hauptuntersuchung nicht besteht? Stellt der Prüfer erhebliche Mängel fest, muss das Fahrzeug innerhalb eines Monats zur Nachprüfung. Werden die Mängel nicht fristgerecht behoben, erlischt die Betriebserlaubnis.






